Impressum

Angaben zu World of Doc UG

Name und Sitz

  • • World of Doc UG
  • • Reichenbergerstr. 2
  • • 85276 Pfaffenhofen a.d. Ilm

Gesetzliche Vertreter

  • • Geschäftsführer: Bernhard Repp
  • • Managerin: Yuliia Repp

Kontakt

  • • Telefon: 08441-278484
  • • Mobil: 015773959114
  • • Email: info@world-of-docs.de
  • • Register: Amtsgericht Ingolstadt
  • • Handelsregisternummer: HRB 7769
  • • USt-Id.: DE 304607626

Status

Eingetragene Finanzanlagenvermittlung

  • - nach §34fAbs. 1 S. 1 GewO,Register-Nr. D-F-155-UX61-41
  • - sowie §34d Abs. 1 GewO, Register-Nr. D-XOBA-B01KS-47

IHK München und Oberbayern

Kommunikationsmittel und -sprache

Sie können mit uns persönlich, fernmündlich oder schriftlich in deutscher, englischer, russischer und ukrainischer Sprache kommunizieren.

Für rechtsverbindliche Erklärungen und Informationen gilt die deutsche Sprache alsverbindlich. Informationen und Warnhinweise von World of Doc UG an Kunden stellen wir in deutscher und russischer Sprache bereit

Keine Anlageberatung

World of Doc UG erbringt weder eine Dienstleistung bei der Anlageberatung noch bei der Honorar-Anlageberatung. D.h. wir geben grundsätzlich keine konkreten Empfehlungen für Anlagemöglichkeiten in Vermögensanlagen ab, die auf World of Doc online angeboten werden.

Die Onlineplattform der World of Doc UG stellt lediglich den Vermittlungsprozess zwischen Emittent / Vermittler und Anleger / Käufer her.

I. ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN bei Vermittlungen von Anstellungsverhältnissen, Praxen, Geräten oder Dienstleistungen

gültig ab 01.01.2017

§ 1 Vertragsgegenstand

Im Auftrag von Interessenten identifiziert World of Doc Arbeitgeber (meist Kliniken oder Praxen) und vermittelt das Zustandekommen von Anstellungsverträgen zwischen den Auftragnehmern und den Arbeitgebern. Zusätzlich vermittelt die Onlineplattform Word of Doc Praxen/ Kliniken, medizinische Geräte, Veranstaltungen oder andere Dienstleistungen an Interessenten.

§ 2 Vermittlungsvertrag

Durch die Beauftragung kommt ein Vermittlungsvertrag zustande.

Die Beauftragung erfolgt durch einen Vertragsschluss zwischen dem Auftraggeber und World of Doc. Dieser erfolgt durch gesonderten Vertrag oder formlos durch Auftrag über den Onlinedienst World of Doc.

§ 3 Leistungsgegenstand

Der Auftraggeber erteilt World of Doc - unter Anerkennung dieser AGB - den Auftrag, eine Stelle zu vermitteln. Medizinische Einrichtungen werden ebenso unter Anerkennung dieser AGB`s vermittelt, wie andere Dienstleistungen oder andere Vermittlungsgeschäfte, die meist durch das Onlineportal Word of Doc zustandekommen.World of Doc vermittelt die Konditionen zwischen den Vertragspartnern. Ein Anspruch auf Vermittlung besteht nicht.

World of Doc obliegt eine gewissenhafte Prüfung aller Unterlagen. Der Arbeitgeber / Kunde entscheidet, ob und mit welchem Interessenten ein Vertrag geschlossen werden soll. Zur Vermittlung gehören die Organisation und Koordination der Verhandlungen zwischen den Vertragsparteien und die Zusammenstellung von Informationen und die organisatorische Vorbereitung des Vermittlungs- oder Kaufvertrags. World of Doc steht als Koordinator und Ansprechpartner, sowohl für den Auftraggeber, als auch dem Arbeitnehmer / Käufer /Verkäufer zur Verfügung.

Neben der Vermittlung vertritt World of Doc die Auftraggeber (durch Vollmacht) gegenüber Behörden.

Jeder Vertragspartner erkennt mit seinem Vertragsschluss die AGB von World of Doc UG an.

§ 4 Qualifizierungsnachweis

Bei Vermittlungen in Arbeitsstellen des EU-Raumes stellt der AuftraggeberWorld of Doc unmittelbar nach Vertragsschluss zum Nachweis seiner Eignung folgende Unterlagen zur Verfügung:

  • - Angaben zur Person des Antragstellers
  • - Lebenslauf
  • - Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Namensänderungsurkunde
  • - Identitätsnachweis
  • - Ärztliches Diplom
  • - Berechtigung zur Berufsausübung im Heimatland
  • - Certificate of good standing
  • - Gesundheitszeugnis
  • - Polizeiliches Führungszeugnis / Strafregisterauszug
  • - Fächerliste des Studiums, Stundentafeln in Theorie und Praxis
  • - OP-Listen, Zeugnisse
  • - Sprachzertifikate
  • - Arbeitsgenehmigung, Approbation
  • - Facharzturkunde (n)
  • - Qualifikationsnachweise und Fortbildungsbescheinigungen
  • - Berufshaftpflichtversicherung (soweit vorhanden)

Eine Vermittlung kann durch World of Doc erst erfolgen, nachdem die vorgenannten Dokumente erbracht wurden

§ 5 Honorarvertrag

Die Honorarvereinbarungen zwischen World of Doc und dem Auftraggeber und dem Arbeitgeber werden durch die aktuellen Preislisten kenntlich gemacht.

Sowohl der Arbeitgeber / Vermittler als auch der Auftragnehmer / Vermittler erklären sich mit der elektronischen Speicherung der Daten in einer Datenverarbeitungsanlage und der Weitergabe der Daten an die jeweils anderen Vertragspartner – unter Berücksichtigung allfälliger Sperrvermerke - durch World of Doc einverstanden. Diese Zustimmung kann jederzeit schriftlich widerrufen werden.

Es ist sichergestellt, dass die Daten unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen vertraulich behandelt und nur zweckentsprechend gemäß §§ 13, 14 des Bundesdatenschutzgesetzes genutzt werden. Gem. § 33 Bundesdatenschutzgesetz wird darauf hingewiesen, dass die Daten in einer Datenverarbeitungsanlage gespeichert werden und sichergestellt ist, dass die Daten nicht unbefugten Personen zur Kenntnis gelangen.

§ 6 Verwirkung von Ansprüchen

Ansprüche aus den Vermittlungsverträgen müssen nach Beendigung der Vertretung schriftlich innerhalb einer Frist von 3 Monaten gegenüber World of Doc geltend gemacht werden. Nach Ablauf dieser Frist gelten dieAnsprüche als verwirkt.

§ 7 Schlussbestimmung, Salvatori, Vermittlungsprovision

Für die Vermittlung zahlt der Auftraggeber an World of Doc eine Provision gemäß der jeweils zum Zeitpunkt der Auftragserteilung bzw. Vertragsunterzeichnung (Leistungserbringung) gültigen Preisliste. Die Provision wird mit Abschluss des Vertrages zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer fällig und ist spätestens 14 Tage nach Rechnungsdatum ohne Abzug zu zahlen. Mit der Vermittlungsprovision sind sämtliche Leistungen von World of Doc abgegolten.

Alle Provisionen verstehen sich zuzüglich der jeweils gültigen gesetzlichen Mehrwertsteuer zum Zeitpunkt derLeistungserbringung.

§ 8 Bestandsschutz

Der Provisionsanspruch von World of Doc ist auch gegenüber verbundenen Unternehmen wirksam. Verbundene Unternehmen sind solche, die am Unternehmen des Arbeitgebers direkt oder indirekt gesellschaftsrechtlich beteiligt sind oder an denen der Arbeitgeber direkt oder indirekt gesellschaftsrechtlich beteiligt ist sowie auch jene privaten oder juristischen Personen, mit denen der Arbeitgeber Kooperations- und/oder Partnerschaftsvertragliche Beziehungen unterhält.

§ 9 Gewährleistung

World of Doc überprüft die Identität, das Vorliegen der zur Berufsausübung notwendigen Dokumente und Genehmigungen des Auftraggebers. Dies entbindet die Klinik jedoch nicht von der Verpflichtung, das Vorliegen der rechtlichen, fachlichen und persönlichen Voraussetzung für eine ärztliche Tätigkeit spätestens zu Beginn der Tätigkeitsaufnahme selbst zu überprüfen. Der Arbeitnehmer gewährleistet auf Aufforderung der Klinik Einblick in seine Originalurkunden spätestens am ersten Tag seiner Tätigkeit.

World of Doc haftet nicht für etwaige Schadenersatzverpflichtungen und sonstige Haftungsrisiken aus der ärztlichen Tätigkeit oder einer anderen Vermittlungstätigkeit.

Der Arbeitgeber stellt – soweit nichts anderes vereinbart wird - über eine eigene Haftpflichtversicherung sicher, dass die Haftungsrisiken im Rahmen der ärztlichen Tätigkeit vollumfänglich abgedeckt sind. Dies gilt auch für den Einsatz von medizinischen Geräten.

§ 10 Stornierung und Kündigung

Die Vertragspartner können die geschlossenen Verträge beim Vorliegen eines wichtigen Grundes ( z.B. Tod ) jederzeit und ohne Einhaltung einer Frist - soweit im Vertrag nichts anderes vereinbart ist – kündigen. Es gilt die jeweils gültige Rechtsprechung. Schadenersatzforderungen bleiben von dieser Regelung unbenommen.

Eine Pflicht zur Leistungserbringung durch World of Doc besteht dann nicht. Weitere Verpflichtungen aus den geschlossenen Verträgen bleiben bestehen. Schadenersatzforderungen bleiben unberührt.

§ 11 Datenschutz

Sowohl der Arbeitgeber / Vermittler als auch der Auftragnehmer / Vermittler erklären sich mit der elektronischen Speicherung der Daten in einer Datenverarbeitungsanlage und der Weitergabe der Daten an die jeweils anderen Vertragspartner – unter Berücksichtigung allfälliger Sperrvermerke - durch World of Doc einverstanden. Diese Zustimmung kann jederzeit schriftlich widerrufen werden.

Es ist sichergestellt, dass die Daten unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen vertraulich behandelt und nur zweckentsprechend gemäß §§ 13, 14 des Bundesdatenschutzgesetzes genutzt werden. Gem. § 33 Bundesdatenschutzgesetz wird darauf hingewiesen, dass die Daten in einer Datenverarbeitungsanlage gespeichert werden und sichergestellt ist, dass die Daten nicht unbefugten Personen zur Kenntnis gelangen.

Verwendung von SocialPlugins (z.B. Facebook) und anderen

World of Doc verwendet SocialPlugins (“Plugins”) des sozialen Netzwerkes facebook und anderen Netzwerken. Die Plugins sind mit einem Logo des jeweiligen Netzwerkbetreibers gekennzeichnet. Wenn Sie eine Webseite von World ofdoc.de aufrufen, die ein solches Plugin enthält, baut Ihr Browser eine direkte Verbindung mit den Servern des Netzwerkbetreibers auf. Der Inhalt des Plugins wird direkt an Ihren Browser übermittelt und von diesem in die Webseite eingebunden. Durch die Einbindung der Plugins erhält der Nettzwerkbetreiber die Information, dass Sie die entsprechende Seite von worldofdoc aufgerufen haben. Sind Sie bei dem Netzwerkbetreiber eingeloggt kann dieser den Besuch Ihrem Netzwerk-Konto zuordnen. Wenn Sie mit den Plugins interagieren, zum Beispiel den “Gefällt mir” Button betätigen oder einen Kommentar abgeben, wird die entsprechende Information von Ihrem Browser direkt an den Netzwerkbetreiber übermittelt und dort gespeichert. Zweck und Umfang der Datenerhebung und die weitere Verarbeitung und Nutzung der Daten sowie Ihre diesbezüglichen Rechte und Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz Ihrer Privatsphäre entnehmen Sie bitte den jeweiligen Nutzungsbedingungen des Netzwerkbetreibers. Wenn Sie nicht möchten, dass über unseren Internetauftritt Daten über Sie sammelt werden, müssen Sie sich vor Ihrem Besuch unseres Internetauftritts bei bei den Netzwerkbetreibern ausloggen.

Verwendung von Cookies von Google Analytics, Yandex und anderen Netzwerkbetreibern

Diese Website benutzt Cookies von Webanalysediensten. Die Analysedienste verwenden sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch die Cookies erzeugten Informationen über Ihre Nutzung dieser Website werden in der Regel an einen Server von Analysediensten übertragen und dort gespeichert. Im Falle der Aktivierung der IP-Anonymisierung auf dieser Webseite, wird Ihre IP-Adresse jedoch innerhalb von Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum zuvor gekürzt. Der Netzwerkbetreiber wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen gegenüber dem Websitebetreiber zu erbringen. Sie können die Speicherung der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser-Software verhindern. Wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können. Sie können darüber hinaus die Erfassung der durch das Cookie erzeugten und auf Ihre Nutzung der Website bezogenen Daten (inkl. Ihrer IP-Adresse) an den Netzwerkbetreiber sowie die Verarbeitung dieser Daten verhindern.

§ 12 Verwirkung von Ansprüchen

Ansprüche aus den Vermittlungsverträgen müssen nach Beendigung der Vertretung schriftlich innerhalb einer Frist von 3 Monaten gegenüber World of Doc geltend gemacht werden. Nach Ablauf dieser Frist gelten die

Ansprüche als verwirkt.

§ 13 Schlussbestimmung, Salvatorische Klausel

Sämtliche Änderungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Sollte eine der vorgenannten Bestimmungen ganz oder teilweise unwirksam sein, wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht hinfällig.

§ 14 Geltendes Recht, Gerichtsstand

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist Pfaffenhofen/Ilm.

II. Allgemeine Information über Crowdfundingfinanzierung

1. Einleitung

Wir bieten Ihnen über die Plattform World of Doc eine hochwertige und strengen Rechts-vorschriften unterliegende Vermittlungsdienstleistung für Vermögensanlagen, Medizinischen Geräten, Veranstaltungen und Anstellungsverhältnissen an und unterstützen Sie fachkundig durch Beratungen und ggf. Warnhinweise bei selbstbestimmten Entscheidungen unter Berücksichtigung Ihrer Erfahrungen und Kenntnissen

Der Betrieb einer hochverfügbaren und sicheren Internetplattform für die Vermittlung ist für uns mit einem kostenintensiven personellen und organisatorischen Aufwand verbunden. Zur Deckung dieses Aufwandes und der Erwirtschaftung eines angemessen Gewinns erhalten wir Zuwendungen von Geschäftspartnern. Diese Zuwendungen werden in der Regel in Form von Geldzahlungen, im Ausnahmefall in Form sonstiger geldwerter Vorteile gewährt. Dabei stellen wir organisatorisch sicher, dass diese Zuwendungen Ihren Interessen als Kunde nicht entgegenstehen, sondern dafür eingesetzt werden, die Qualität der von uns erbrachten Dienstleistungen zu verbessern und auf einem möglichst hohen Niveau aufrecht zu erhalten.

2. Arten von Zuwendungen

Zuwendungen sind Gebühren oder Provisionen die zwischen unseren Geschäftspartnern und World of Doc UG erwirtschaftet und ausgetauscht werden.

Zuwendungen können in Geldzahlungen oder in unentgeltlichen Zuwendungen erfolgen Zu den als Geldzahlung geleisteten Zuwendungen zählen sämtliche Formen von einmaligen und laufenden Geldleistungen im Zusammenhang mit der Vermittlung von Anlagen / Käufen oder anderen erbrachten Dienstleistungen.

Hierzu sehen Sie die jeweiligen Preislisten und Geschäftsbedingungen ein.

3. Zuwendungen bei Projekten des Crowdinvestings

Der Emittent (das Unternehmen) wird für die Abwicklung des Crowdinvestingprojektes eine Provision zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer des eingesammelten Kapitals an World of Doc leisten. Hierzu wird der Emittent in der Regel den Emissionserlös aus dem Investitionsangebot verwenden.

Daneben erhält World of Doc UG Verwaltungsgebühren vom Emittenten zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer pro Jahr auf das platzierte Darlehenskapital.

Daneben kann die World of Doc UG für diverse Dienstleistungen Kosten berechnen, welche mit einem Stundensatz von bis zu EUR 250,- zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer vergütet werden.

4. Kosten bei Vermögensanlagen in Immobilien

Für die Vermittlung von Investitionen in Immobilien oder Geräten entstehen dem Investor (Kunde) über den Darlehensbetrag hinaus im Rahmen der Erstemission keine Kosten.

Der Emittent einer Immobilienfinanzierung wird für die Abwicklung des Crowdinvestingprojektes eine Provision zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer des eingesammelten Kapitals an die World of Doc UG leisten. Daneben zahlt der Emittent eine erfolgsabhängige Gebühr, die pauschal vereinbart werden kann oder sich als Prozentwert auf das platzierte Volumen beziehen kann. Die genaue Höhe erfolgsabhängiger Kosten ergibt sich aus dem Projektvertrag.

Der Emittent wird in der Regel den Emissionserlös aus der begebenen Vermögensanlage teilweise für die Bezahlung der vorgenannten Zuwendungen verwenden.

Daneben erhält World of Doc UG Provisionenzzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer für Verwaltungs-aufgaben aus den Projekten

Daneben kann World of Doc für diverse Dienstleistungen Kosten berechnen, welche mit einem Stundensatz von bis zu EUR 250,- zzgl. gesetzlicher Mehrwertsteuer vergütet werden

III. Allgemeine Information über Risiken bei der Anlage in Vermögensanlagen

1. Einleitung

Der Erwerb von Vermögensanlagen, die auf World of Doc online vermittelt werden, kann mit erheblichen Risiken verbunden sein, die zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen können.

Investments in junge Unternehmen (Start-ups) oder die Beteiligung an alternativen Immobilienfinanzierungen sind riskant und sollten nur als Teil eines diversifizierten Portfolios erfolgen. Jedes Investment kann einen Totalverlust der Investitionssumme zur Folge haben.

Die Angebote von World of Doc richten sich deshalb ausschließlich an Kunden, die ausreichende Kenntnisse und Erfahrungen haben, um die Risiken von Vermögensanlagen zu verstehen und eigenverantwortliche Investmententscheidungen zu treffen.

Für einige der auf World of Doc angebotenen Vermögensanlagen kann es vorkommen, dass kein von der BaFin gebilligter Verkaufsprospekt erstellt wurde, da der Gesetzgeber dies ausdrücklich zugelassen hat. Weitergehende Informationen erhält der Anleger unmittelbar vom Anbieter oder Emittenten der Vermögensanlage.

2. Allgemeine Hinweise zu Anlagen mit fester und variabler Verzinsung

Als Inhaber einer verzinslichen Vermögensanlage sind Sie Gläubiger des Emittenten (des Schuldners). Wie jeder Gläubiger tragen Sie also bestimmte typische Risiken, über die wir Ihnen nachstehend einen kurzen zusammenfassenden Überblick geben.

Der Emittent einer verzinslichen Vermögensanlage will ein Darlehen aufnehmen oder er wählt eine ähnliche Konstruktion, um Fremdkapital zu beschaffen. Als Investor einer Vermögensanlage begeben Sie Kapital gegen eine Verzinsung. Diese Verzinsung kann fest oder variabel oder teilweise erfolgsabhängig ausgestaltet sein. Der in Aussicht gestellte Ertrag ist nicht gewährleistet und kann auch niedriger ausfallen

Man spricht im Zusammenhang mit einem Darlehen zur Unternehmensfinanzierung auch von der Begebung einer Anleihe durch den Emittenten. Im Rahmen von Vermögensanlagen beim Crowdinvesting wird die Vermögensanlage regelmäßig durch Bedingungen im jeweiligen Vertrag mit dem Emittenten teilweise eigenkapitalähnlich ausgestaltet, obwohl es Fremdkapital ist. Nicht typisch für Fremdkapital ist z.B. der hier regelmäßig vereinbarte qualifizierte Nachrang des Darlehens. Danach werden die Verbindlichkeiten aus der Vermögensanlage erst nach der Ablösung aller anderen Gläubiger des Emittenten im Insolvenzfall bedient. Andererseits haben Sie regelmäßig nicht die Informations- und Mitbestimmungsrechte, die einem Eigentümer bei der Hingabe von Eigenkapital zustehen würden. Diese sog. hybriden, synthetischen oder mezzaninen Finanzierungsformen stehen deshalb zwischen den klassischen Fremd- bzw. Eigenkapitalinstrumenten.

a) Bonitätsrisiko

Unter dem Bonitätsrisiko versteht man die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit oder Illiquidität des Schuldners, d.h. eine mögliche, vorübergehende oder endgültige Unfähigkeit zur termingerechten Erfüllung der Zins- und/oder Tilgungsverpflichtungen. Alternative Begriffe für das Bonitätsrisiko sind das Schuldner- oder Emittentenrisiko. Die (partiarischen) Nachrangdarlehen unterliegen keiner gesetzlichen vorgeschriebenen Einlagensicherung. Die Insolvenz des Emittenten führt deshalb regelmäßig zum Totalverlust der Vermögensanlage.

b) Zinsänderungsrisiko/ Kursrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist eines der zentralen Risiken der verzinslichen Vermögensanlagen. Schwankungen im Zinsniveau sind am Geldmarkt (kurz- bis mittelfristig) und Kapitalmarkt (langfristig) an der Tagesordnung und können den Wert Ihrer Vermögensanlagen am Sekundärmarkt stark beeinflussen.

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus der Ungewissheit über die zukünftigen Veränderungen des Marktzinsniveaus. Der Käufer einer verzinslichen Vermögensanlage ist einem Zinsänderungsrisiko in Form eines Kursverlustes ausgesetzt, wenn das Marktzinsniveau steigt. Dieses Risiko wirkt sich grundsätzlich umso stärker aus, je deutlicher der Marktzinssatz ansteigt, je länger die Restlaufzeit der Vermögensanlage ist und je niedriger die vereinbarte Nominalverzinsung ist. Befinden sich die Marktzinsen am Rückzahlungstag auf einem niedrigen Niveau, können Sie den Rückzahlungsbetrag u. U. nur zu ungünstigen Bedingungen wieder neu anlegen. Wird die Anleihe bis zum Schluss der vereinbarten Laufzeit gehalten, wirkt sich das Zinsänderungsrisiko nicht aus.

c) Kündigungsrisiko

In den Beteiligungsbedingungen, die im Emissionsprospekt oder im Darlehensvertrag enthalten sind, kann sich der Emittent (Schuldner) eines Darlehens einseitig ein Kündigungsrecht vorbehalten oder die Möglichkeiten zur ordentlichen Kündigung einschränken. Regelmäßig werden gestufte Mindesthaltefristen vertraglich vereinbart und die Verträge sehen Laufzeitverlängerungsoptionen durch den Emittenten vor. Werden Darlehen mit unbestimmter Laufzeit vereinbart, setzt die Fälligkeit zur Rückzahlung der Vermögensanlage eine Kündigung durch den Investor voraus. Die Kündigungsbedingungen und der konkrete Ablauf ist den jeweiligen Vertragsbedingungen zu entnehmen.

Die Beteiligungsbedingungen sehen daneben regelmäßig vor, dass für den Exit-Fall ein Stimmpooling erfolgt. Bei entsprechender Mehrheitsentscheidung durch die Investoren kann dies zur vorzeitigen Beendigung der Vermögensanlage führen. Mit einem solchen Kündigungsrecht werden Darlehen oft in Hochzinsphasen ausgestattet oder diese dienen dazu, eine neue Finanzierungsrunde für den Emittenten zu ermöglichen, wenn diese eine Ablösung der Altverbindlichkeiten aus vorherigen Finanzierungsrunden erfordert. Sinkt das Marktzinsniveau, so steigt für den Anleger das Risiko, dass der Emittent von seinem Kündigungsrecht Gebrauch macht oder im Rahmen der Umfinanzierung eine vollständige Ablösung des Darlehens verlangt. Der Emittent kann auf diese Weise seine Verbindlichkeiten abbauen, oder er refinanziert sich durch Ausgabe einer neuen Vermögensanlage billiger und verringert damit seine Zinslast.

d) Steuerliche Risiken

Wir weisen darauf hin, dass Ihnen aus Geschäften im Zusammenhang mit Vermögensanlagen weitere Kosten und Steuern entstehen können. Insbesondere die steuerliche Einordnung im Hinblick auf eine unternehmerische oder eine partiarische Anlage kann zu einer unterschiedlichen steuerlichen Behandlung führen. Die steuerliche Behandlung ist zudem von den persönlichen Verhältnissen des jeweiligen Investors abhängig und kann künftigen Änderungen unterworfen sein.

3. Besondere Hinweise zu den verwendeten Rechtskonstruktionen bei Nachrangdarlehen und partiarischen Darlehen

a) Hinweise zum Darlehen mit qualifiziertem Nachrang

Bei einem Darlehen mit qualifiziertem Nachrang (Nachrangdarlehen) überlassen die Anleger dem Emittenten Kapital auf Zeit für einen bestimmten Zweck und bekommen dafür eine vereinbarte Verzinsung. Es handelt sich zunächst um einen Darlehensvertrag gemäß § 488 ff. BGB.

Von einem Nachrangdarlehen spricht man dann, wenn die Forderung des Anlegers im Insolvenzfall des Unternehmens (also des Emittenten) erst bedient wird, wenn sämtliche anderen Gesellschaftsgläubiger befriedigt wurden. Die Darlehensforderung (Ihre Vermögensanlage) ist vor- oder gleichrangig mit den Ansprüchen der Gesellschafter des Emittenten auf Rückgewähr ihrer Einlage (Eigenkapital). Diese Bedingung wird als Rangrücktritt, Subordination oder Nachrangabrede bezeichnet und ist Teil des Darlehensvertrags. Beim qualifizierten Nachrang vereinbaren die Parteien darüber hinaus, dass die Forderungen des Anlegers schon dann nicht bedient werden, wenn die Rückzahlung einen Insolvenzgrund herbeiführen würde. Die nachrangige Behandlung tritt somit bereits dann ein, wenn das Unternehmen in eine Krise gerät aber noch nicht insolvenzantragspflichtig ist, wenn man die Verbindlichkeiten gegenüber den Nachrangläubigern (also den Gläubigern der Vermögensanlage) nicht berücksichtigt. Das Kapital, das der Investor im Rahmen eines Nachrangdarlehens überlassen hat, ist deshalb wirtschaftlich ähnlich dem Eigenkapital und führt unter Umständen zu sehr langen Kapitalbindungsfristen.

b) Hinweise zum partiarischen Nachrangdarlehen

Kennzeichnend für Begriff und Wesen eines partiarischen Rechtsverhältnisses ist, dass die Vergütung nicht -oder nicht nur- in einem festen periodischen Betrag besteht, sondern in einem Anteil an dem vom Darlehensempfänger erwirtschafteten Erfolg durchgeführt wird. Im Übrigen gelten alle unter Nr. 3 a) dargestellten Hinweisen zum Nachrangdarlehen auch für das partiarische Nachrangdarlehen.

Beim partiarischen Nachrangdarlehen überlassen die Anleger dem Emittenten Kapital auf Zeit für einen bestimmten Zweck und bekommen dafür eine erfolgsabhängige Beteiligung am Unternehmenserfolg.

aa) Unternehmensfinanzierung junger Unternehmen

Regelmäßig sehen die Verträge für Unternehmensfinanzierung (Start-up) folgende Zins- und Erfolgsbeteiligungsregelungen vor:

  • • einen endfälligen vertraglichen Anspruch auf die Rückzahlung des gewährten Darlehensbetrages,
  • • einen endfälligen Anspruch auf Zahlung einer ertragsunabhängigen endfälligen Festverzinsung auf den gewährten Darlehensbetrag,
  • • einen jährlich zahlbaren gewinnabhängigen Bonuszins,
  • • einen Bonuszins nach Kündigung oder im Falle eines sog. Exit-Ereignisses. Die Höhe dieses Bonuszinses bemisst sich am Gewinn und nach der Höhe des Darlehens des Investors in Relation zur Unternehmenswertsteigerung die in der Zeit zwischen dem Zeitpunkt der Emission und dem Exit-Ereignis eingetreten ist.

bb) Immobilienobjektgesellschaften

Regelmäßig sehen die Verträge für Immobilienobjektgesellschaften folgende Zins- und Erfolgsbeteiligungsregelungen vor:

  • • einen Anspruch auf die vertragsgemäße Tilgung oder eine endfällige Rückzahlung des gewährten Darlehensbetrages,
  • • einen jährlichen oder endfälligen Anspruch auf Zahlung einer Festverzinsung auf den gewährten Darlehensbetrag,
  • • gegebenenfalls einen Bonuszins nach Kündigung oder im Falle eines sog. Exit-Ereignisses. Die Höhe dieses Bonuszinses kann fix sein oder sich nach der Höhe des Darlehens des Investors in Relation zur Wertsteigerung der Immobilie bemessen, die in der Zeit zwischen dem Zeitpunkt der Emission und dem Exit-Ereignis eingetreten ist

cc) Verwässerungsklauseln

Der Investor vereinbart regelmäßig bei Unternehmensfinanzierungen (Start-up) mit dem Emittenten, dass weitere Finanzierungstätigkeiten der Gesellschaft, insbesondere durch Folgefinanzierungen von Venture Capital-Gesellschaften oder weitere Crowd-Finanzierungsrunden die Bemessungsgrundlage für den Bonuszins verändern dürfen (Verwässerung). Die Emittentin bedarf für solche Maßnahmen, die zur Verwässerung führen, nicht der Zustimmung des Investors. Ein vertragliches Bezugsrecht (d.h. die Möglichkeit der Teilnahme an der neuen Finanzierungsrunde) besteht für den Investor weder mittelbar noch unmittelbar. Im Falle einer Kapitalerhöhung, ändert sich die Beteiligungsquote und damit die Bemessungsgrundlage durch Multiplikation mit einem Verwässerungsfaktor. Der Verwässerungsfaktor errechnet sich als Quotient aus dem vor der Kapitalerhöhung vorhandenen Stammkapital oder bereits aufgenommenen Nachrangkapital (Zähler) und dem nach der Kapitalerhöhung vorhandenen Stammkapital oder neuen Nachrangkapital (Nenner). Diese Berechnung gilt entsprechend bei Kapitalherabsetzungen. Die Beteiligungsquote und damit die Bemessungsgrundlage bleibt unverändert, wenn die durch eine Kapitalerhöhung neu geschaffenen Geschäftsanteile an der Gesellschaft ausschließlich von den Altgesellschaftern (Gründern) oder von mit den Altgesellschaftern verbundenen Personen oder im Rahmen eines Modells zur Mitarbeiterbeteiligung übernommen werden. Bei weiteren notwendigen Finanzierungsrunden besteht deshalb das Risiko, dass Ihre Beteiligungsquote am Unternehmenserfolg sinkt.

dd) Weitere Verwässerung durch einseitige Vertragsanpassungsrechte des Emittenten und für Indexinvestoren (Gründer)

Sie sind als Investor über den Bonuszins wirtschaftlich am Gewinn und an der Unternehmenswertsteigerung des Emittenten beteiligt.

Um dem Emittenten weitere Folgefinanzierungen, insbesondere mit Venture Capital-Gesellschaften zu ermöglichen, sehen die Verträge regelmäßig Bedingungen vor, die für den Fall eines Exit-Ereignisses erlauben, dass der Emittent oder sog. Indexinvestoren einseitig, Neuinvestoren Vorzüge gewähren dürfen, die sich auf die Beteiligungsstrukturen oder die Bemessungsgrundlage für die Gewinnverteilung auswirken können, um marktübliche Exit-Erlös-Verteilungsstrukturen mit zukünftigen Investoren, insbesondere Venture Capital-Gesellschaften, vereinbaren zu können. Die Indexinvestoren, denen Sie diese Rechte vertraglich einräumen, werden in den Darlehensverträgen abschließend bestimmt. Es handelt sich regelmäßig um die Gründer des Unternehmens (Emittenten).

Für den Fall, dass Venture Capital Gesellschaften oder sonstige Dritte frisches Eigenkapital in die Gesellschaft investieren (gleich ob durch Bar- oder Sachleistung), ist der Emittent auf Verlangen der Altgesellschafter (regelmäßig die Indexinvestoren) verpflichtet, dem neuen Eigenkapitalgeber angemessene Vorzüge (sog. Venture Capital Liquidationspräferenzen) im Hinblick auf das neue Investment einzuräumen. Der Umfang der Rechte und Vorzüge im Hinblick auf das neue Investment sowie deren genauer Inhalt werden von den Indexinvestoren unter Berücksichtigung marktüblicher Regelungen im Venture Capital-Bereich bestmöglich verhandelt, weil diese Vorzüge auch die eigene Beteiligung der Indexinvestoren und damit ihren Anspruch am Unternehmenswert und Gewinn betreffen. Da diese Vorzüge aber auch die Bemessungsgrundlage für den Bonuszins des Investors betreffen können, wird zwischen den Indexinvestoren und dem Investor regelmäßig vereinbart, dass die Indexinvestoren das Recht erhalten, einseitig (d.h. ohne Ihre Zustimmung) durch die Einräumung von Vorzügen, die auch für sie selbst gelten, die Bemessungsgrundlage für die Zeit nach dem Exit-Ergebnis einseitig zu verändern. Die Grenzen dieser Rechte (Billigkeitskorridor) ergibt sich im Einzelnen aus dem Vertrag über die Vermögensanlage. Das heißt, dass neben der in Nr. 3 lit. cc) beschriebenen Verwässerung, durch Vorzüge eine weitere Verwässerung eintreten kann.

c) Langfristige Kapitalbindung und eingeschränkte Handelbarkeit

Die Laufzeit der Vermögensanlage ist bei Darlehensgewährung an Unternehmen regelmäßig unbefristet und bei Darlehensgewährung an Immobilienobjektgesellschaften regelmäßig befristet. Die Darlehen sind endfällig bzw. es können mit Immobiliengesellschaften Tilgungen vertraglich vorsehen sein. D.h. im Falle der Endfälligkeit können sowohl die Darlehensvaluta als auch der Zinsanspruch erst nach Ende der Laufzeit oder der ordentlichen Kündigung fällig werden. Anleger können ihre Vermögensanlagen an den Emittenten nach Ablauf der Widerrufsfrist von 14 Tagen gemäß §2b VermAnlG in der Regel nicht mehr zurückgeben. Eine ordentliche Kündigung der Beteiligung ist zumeist erst nach Ablauf einer mehrjährigen Mindesthaltefrist möglich und kann mit finanziellen Einbußen verbunden sein. Die Handelbarkeit der Vermögensanlage bzw. deren Übertragbarkeit an Dritte ist eingeschränkt. Eine Veräußerung der Vermögensanlage ist grundsätzlich rechtlich möglich. Die Abtretung der Rechte aus dem Darlehen ist aber regelmäßig nach den Verträgen nur mit Zustimmung des Emittenten möglich.

d) Kündigungsrisiko durch Stimmrechtspooling

Die Kündigung kann, sofern keine anderen Vereinbarungen getroffen werden, grundsätzlich von beiden Parteien ausgehen, sofern es sich um eine Vermögensanlage im Sinne von §2aVermAnlG handelt. In der Praxis ist eine ordentliche Kündigung regelmäßig erst nach Ablauf einer vereinbarten Mindestlaufzeit möglich; eine außerordentliche Kündigung ist bei Vorliegen wichtiger Gründe jederzeit möglich.

In den Beteiligungsbedingungen ist regelmäßig vorgesehen, dass der Investor alle Entscheidungen in Bezug auf das Darlehen nur zusammen mit den anderen Investoren treffen darf (Stimmrechtspooling). Die Höhe der Stimmrechte im Abstimmungsverfahren bemisst sich hierbei an dem Darlehensbetrag des Investors in Relation zum gesamten Darlehensbetrag. Abstimmungsberechtigt ist jeder Investor, der dem Emittenten im Rahmen derselben Vermögensanlegeemission ein Darlehen gewährt hat. Die Auswertung der Abstimmung erfolgt unter Berücksichtigung der absoluten Mehrheit (> 50%) von den am Quorum teilnehmenden Investoren (nachfolgend Präsenz). Für die Gültigkeit der Abstimmung ist kein Mindestquorum erforderlich. Dies kann dazu führen, dass die Beteiligung in der Vermögensanlage auch gegen Ihren Willen beendet werden kann, wenn die Mehrheit der teilnehmenden Investoren entsprechend abstimmt.

e) Ausschüttungsrisiko

Die Verzinsung des partiarischen Darlehens ist, soweit Ihnen keine Mindestverzinsung in den Bedingungen garantiert wird, an das Vorhandensein eines zu definierenden Gewinns geknüpft, der zur Ausschüttung ausreicht. Das heißt, dass insbesondere der Bonuszins oder andere ähnliche erfolgsabhängige Zinszusagen vom Erfolg und der Liquiditätslage des Unternehmens oder die Immobilienprojektgesellschaft abhängen und nicht sicher sind. Im Fall eines Verlusts der emittierenden Gesellschaft erhalten Sie als Investors dann keine Ausschüttung auf den vereinbarten Bonuszins oder eine andere ähnliche erfolgsabhängige Zinszusage.

f) Rückzahlungsrisiko

Bitte beachten Sie, dass ein während der Laufzeit des Darlehens eintretender Verlust beim Emittenten nicht nur – wie oben dargestellt – zum endgültigen Ausfall einzelner Ausschüttungen (Zinsen/Bonuszinsen), sondern auch zu einer Reduzierung des Rückzahlungsbetrags führen kann. Sie übernehmen daher häufig ein Risiko, das zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen kann.

g) Risiken im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung

Die Emittenten von Vermögensanlagen (Unternehmen oder Immobilienobjektgesellschaften) können zur Finanzierung des Unternehmens (z.B. für Wachstum oder Betriebsmittel) und bei Immobilienprojekten regelmäßig zur Umsetzung des Investitionsvorhabens Fremdkapital bei Banken und anderen Fremdkapitalgebern aufnehmen, das nicht mit einer Nachrangabrede verbunden ist. Die Banken und andere Fremdkapitalgeber sind deshalb voranging durch den Emittenten zu bedienen. Banken und andere Fremdkapitalgeber sind auch in der Regel besser und vorrangig (z.B. durch Grundschulden) für Ihre Kredite besichert. Durch die Kreditaufnahme können größere Projekte finanziert werden, als dies allein mit dem eingeworbenen Eigenkapital und dem Nachrangkapital durch die begebenen Vermögensanlagen möglich wäre. Diese Kredite werden regelmäßig durch die Unternehmen oder Investitionsobjekte selbst besichert. Für die Eigenkapitalgeber und die eigenkapitalähnlichen Nachranggläubiger, (also Sie im Falle einer Anlage in Vermögensanlagen) wirkt das zusätzlich eingesetzte Fremdkapital dabei wie eine Art Hebel, der den relativen Einfluss von eintretenden Wertschwankungen auf das Eigenkapital und das eigenkapitalähnliche Kapital verstärkt. Diesen Hebeleffekt nennt man auch Leverage-Effekt. Dieser Hebeleffekt wirkt sich dabei in gleichem Maße bei positiver wie bei negativer Entwicklung aus. Die Fremdfinanzierung erhöht daher nicht einseitig das Risiko für den Anleger, höhere relative Verluste zu erleiden, sondern generiert in gleichem Maße auch Chancen durch höhere relative Gewinne an denen er mit Rahmen der Erfolgsbeteiligung partizipieren kann. Darüber hinaus existieren weitere Risiken, die nicht durch erhöhte Gewinnpotenziale ausgeglichen werden. Können bei negativer Entwicklung der laufenden Einnahmen die aufgenommenen Kredite nicht mehr vertragsgemäß bedient werden oder im Falle der Kündigung des Kreditvertrages durch die Bank und andere Fremdkapitalgeber nicht zurückgeführt werden, besteht die Möglichkeit, dass die Bank oder andere Fremdkapitalgeber die Zwangsverwertung der Investitionsobjekte betreiben oder in das Vermögen des Unternehmens vollstrecken. Für den Anleger einer Vermögensanlage kann dies zu Verlusten bei seiner Vermögensanlage bis hin zum Totalverlust dieser führen. Nach Auslauf des aufgenommenen Kredits können Anschlussfinanzierungen erforderlich sein. Sollten diese nicht oder nur zu ungünstigeren Konditionen abgeschlossen werden können, kann sich dies ebenfalls negativ auf das Ergebnis des Unternehmens oder des Immobilienprojektes und die Auszahlungen an den Anleger einer Vermögensanlage auswirken.

h) Blind-Pool Risiko

Zum Zeitpunkt der Entscheidung des Investors, ein Darlehen im Rahmen einer Vermögensanlage zu gewähren, steht in der Regel bis auf allgemeine Zielsetzungen (z.B. Wachstumsfinanzierung/Markterschließung/ keine Tilgung von Altverbindlichkeiten) noch nicht genau fest, welche konkreten Investitionen durch die Emittenten getroffen werden (Blind-Pool-Risiko).

i) Anfechtungsrisiken

Bei Ihrer Vermögensanlage handelt es sich um ein Darlehen mit qualifiziertem Nachrang (vgl. oben Nr. 3 lit. a). Solche nachrangigen Forderungen werden im Insolvenzfall wie Gesellschafterdarlehen behandelt (vgl. § 39 Abs. 1 Nr. 5 Alt. 2 InsO). Nach §135Abs.1Nr.2InsO sind im Insolvenzfall bestimmte Rechtshandlungen in Bezug auf diese Forderungen anfechtbar, d.h. der Insolvenzverwalter kann diese rückgängig machen, um Vermögen zur Insolvenzmasse zu ziehen. Das betrifft insbesondere die Fälle in denen auf das Nachrangdarlehen:

  • • in den letzten zehn Jahren vor dem Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder nach diesem Antrag eine Sicherung gewährt wurde oder
  • • im letzten Jahr vor dem Eröffnungsantrag oder nach diesem Antrag Befriedigung gewährt wurde.

Das bedeutet, dass erhaltene Rückzahlungen auf das Darlehen und/oder erhaltene Zinszahlungen (Festzinsanspruch oder Bonuszinsanspruch) bis zu einem Jahr nach Erhalt der Zahlung einem Insolvenzanfechtungsrisiko unterliegen können. In Fall der Anfechtung müssen Sie die bereits erhaltenen Zahlungen oder Sicherheiten an den Insolvenzverwalter herausgeben.

Alle Angaben wurden sorgfältig ermittelt. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit kann jedoch keine Gewähr übernommen werden.

Quelle zu III : Bergfürst AG, Berlin